Präzise gezeichnete Netzwerke auf Loop-Basis schmiegen sich den „monochromen“ (in Wahrheit ,,, schillernd vielschichtigen) Malereien an. Ihr Glanz und die geringen Kontraste bewirken, dass die Zeichnung je nach Betrachtungswinkel mal heller, mal dunkler wirkt als die Malerei, oder vorübergehend in ihr aufgeht.
Die hell-dunkel angelegte Pseudo-Dreidimensionalität der Zeichnung interferiert
subtil mit dem realen Relief der organischen Farbfluss-Struktur. Unschärfe wird durch
Schärfe sichtbar und umgekehrt.
Nachtrag 2017: Bilder der Entfernung
Schicht für Schicht: Die Werke entfernen sich durch semi-transparente Überlagerungen von früheren Bildstadien, in denen pseudo-genialische Formen dem generell überpersönlichen Werkansatz im Weg standen.
Beispiel für ein frühertes Bildstadium siehe Abb. unten:
Himmlische Säfte (Küchenbild), 2004, Acryl/Leinwand, 41 x 51 cm
Was bedeutet überpersönlich?
Ähnlich wie beim Goldenen Schnittes wird versucht, dem Subjektivismus etwas Objektives entgegenzusetzen. Nicht im Sinne einer geheimen Formel, eines ästhetischen Patentes, durch dessen Besitz und Protektion man sich von den Anderen und dem Anderen abgrenzt, sondern im Sinne von Verbundenheit - verbindend in horizontaler und vertikaler Richtung, symbiotisch dargestellt als diagonale Orientierung.
Nachtrag 2019: vgl. Crossover